Veni, Vidi, Vici! – Phil Stratford (USA) feiert seinen Einstands-Sieg bei seiner ersten Teilnahme an einem MAXX Formula-Rennen!

On 28. September 2021

Monza, der Tempel of Speed – eigentlich immer ein Permanent-Magnet für alle Big Open Single Seater – Doch leider nicht im Rahmen der noch immer vorherrschenden Reiserestriktionen zu Covid-Zeiten und dem fast schon unsäglichen Pech einiger Stammfahrer der MAXX Formula, die ihre Autos aufgrund von fehlende Ressourcen und langwieriger Reparaturzeiten nicht rechtzeitig einsatzbereit bekamen.

Somit startete letztlich ein 10-er Grid in das Rennwochenende in Monza mit einem 40-minütigen Training und einem Nachmittags-Qualifying am Freitag. Mit Ausnahme von Karl-Heinz Becker und Phil Stratford, welche beide ihre Autos im Training in die Leitplanken beförderten, startete das Restfeld ins Qualifying. Dominiert wurde dieses vom Schweizer Piloten Martin Kindler, der sich die Pole Position für die beiden Rennen am Samstag und Sonntag sicherte. P2 und P3 holten sich die beiden Newcomer Felix und Michael Grosse-Aschhoff von Asche Racing, die zum ersten Mal ihre beiden, neu aufgebauten GP2-Boliden im Rahmen der MAXX Formula einsetzten. P4 ging an den IndyCar-Fahrer Anton Werner, der die Fans immer wieder aufs Neue mit seinem Original-Rennwagen aus der amerikanischen Top-Formelserie begeistert. Veronika Jaksch fand diesmal auch sehr schnell ihre Pace und sicherte sich P5, gefolgt von Wolfgang Jordan, der ebenfalls diese Saison sein MAXX Formula-Debüt im GP2 feierte. Kurt Böhlen (SUI), eigentlich immer ein ernstzunehmender Kandidat für die Pole, hatte massive Bremsprobleme und konnte in der Kürze der Zeit keine richtig schnelle Runde absolvieren. Er musste sich zunächst mit P7 zufriedengeben. Pierre Schröder, noch ein Debütant an diesem Wochenende, bekam seinen wunderschön anzuschauenden und brandneuen Wolf GB08 F1 Extreme direkt aus der Fabrik auf die Rennstrecke geliefert und nutze das Rennwochenende für ein erstes Roll-Out.

Rennen 1 am Samstag fand unter strahlendem Sonnenschein im königlichen Park statt – beste Bedingungen für ein spannendes und vor allem schnelles Race. Nach einem sauberen Start aller Boliden setzte sich zunächst Martin Kindler an die Spitze des Feldes. Die beiden, weiter hinten startenden Piloten, Phil Stratford (USA) und Kurt Böhlen (SUI) pflügten buchstäblich durchs Feld und fanden schnell Anschluss an den führenden Schweizer. Der F1-Pilot aus Kalifornien mit seinem wunderschönen Benetton B197 lieferte unter den Augen der Tifosi eine grandiose Show ab und es war klar, dass er den langen Weg von der US-Westküste nur mit einem Ziel auf sich nahm – ein Rennsieg auf seiner Lieblingsstrecke in Monza – und genau das tat er dann auch! Sowohl Martin Kindler, P2 als auch Kurt Böhlen, P3, konnten der Pace des US-Amerikaner nicht folgen und Stratford passierte die schwarz-weiss-karierte Flagge mit einem Riesenvorsprung von 37 Sekunden auf seine Verfolger. Er kam, sah und siegte! Anton Werner (GER), P4, verdiente sich ein Podium in der Advance-Klasse, gefolgt vom überraschend schnellen Wolfgang Jordan (GER) und dem Youngster Felix Grosse-Aschhoff (GER). Unglücklicherweise mussten sowohl Veronika Jaksch als auch Michael Grosse-Aschhoff und Pierre Schröder ihre Rennautos mit technischen Defekten noch während des Rennens am Rand der Strecke «parken».

Das Comeback des Regengotts!

Das Comeback des Regengotts!

Wie bereits vor dem Rennwochenende vorausgesagt, änderten sich die Wetterverhältnisse am Sonntag drastisch und strömender Regen sorgte pünktlich zum Rennstart für widrige und schwierige Verhältnisse. Ein Wet Race wurde vom Renndirektor ausgerufen und es waren nur noch...