Das allererste Rennwochenende der neu gegründeten MAXX Formula Rennserie fand im Rahmen der “Max Verstappen – Jumbo Racedagen” in Zandvoort/Niederlande statt. Mehr als 100.000 enthusiastische Racingfans waren gekommen, um ihren Local Hero Max Verstappen live zu erleben und die zahlreichen Rennserien des Wochenendes zu verfolgen. Die neu etablierte MAXX Formula Rennserie, mit der grössten Vielfalt an leistungsstarken Formelautos, die jemals gebaut wurden, folgte der Einladung des Rennveranstalters und präsentierte ihre Fahrzeuge und Piloten zum aller ersten Mal der breiten Öffentlichkeit.

Nach den beiden ersten freien Trainings, die allesamt ohne Zwischenfall verliefen, konnte man bereits erahnen, wer die 3 unterschiedlichen Klassen am Wochenende dominieren wird. Es war Karlheinz Becker, die deutsche Rennlegende, der während der Trainings die besten Zeiten in der Masters Klasse erreichte, gefolgt von den beiden Renn-Neulingen Michael und Felix Grosse-Aschhoff (beide GER) mit ihren F 3000. Unglücklicherweise musste Jürgen Lohmanns (ebenfalls GER) seinen World Series by Nissan mit einem grösseren technischen Defekt bereits nach dem Training in die Garage zurückschieben und war gezwungen, das Rennwochenende frühzeitig abhaken. Die Advance Klasse wurde von Christopher Brenier (FRAU) mit seinem beeindruckenden V12 Superleague Formula dominiert. Eine der beiden weiblichen Piloten in der MAXX Formula, Veronika Cicha (CZE), war vom Fleck weg sehr schnell unterwegs und das, obwohl sie vorher in Zandvoort noch nie gefahren war. Es war daher keine Überraschung, dass sie in beiden freien Trainings die jeweils zweitbeste Rundenzeit erreichte. Die 2. Pilotin, Bianca Steiner (AUT) folgte ihr auf Rang 3. Anton Werner, der bayerische Fahrer aus Landshut, lies alle Rennherzen höher schlagen. Sein wunderschönes und bulliges Indy Car schaffte es auf Rang 4.

Die Prestige-Klasse war ebenfalls ein Augen- und Ohrschmauss für jeden Formel-1 Fan. Der Local Hero Klaas Zwart mit seinem Jaguar R5, der junge österreichische Bernd Herndlhofer mit seinem original Arrows A22, einst gefahren von Jos Verstappen, und zu guter letzt noch Wolfgang Jaksch (GER), der mit einem komplett neu aufgebauten Sauber C29 aus der Saison 2010 antrat. Klaas Zwart`s Auftreten war geprägt von seiner Motivation, den offiziellen Rundenrekord in Zandvoort von Max Verstappen zu attackieren. Nach einer 1:23.9 in FP1 und einer 1:20.9 im Qualifying sah es tatsächlich so aus, als ob er in der Lage ist, die noch fehlenden 1,5 Sekunden im Rennen zu finden, falls er eine saubere und freie Runde erwischt.
Bernd Herndlhofer war der Unglücksrabe des Rennwochenendes. Sein Arrows A22 lief sauber und schnell durch FP1 und FP2 und auch das Qualifying verlief mit P2 ohne Probleme. Bei der Rennvorbereitung zeigten sich bereits erste technische Probleme. Trotzdem startete der Österreicher im ersten Rennen aus der Boxengasse und jagte gleich dem Feld hinterher. Noch in der ersten Runde musste er nach einem kapitalen Motorplatzer leider seinen F1 ausrollen lassen. Auch Wolfgang Jaksch war nicht gerade vom Glück verfolgt. Nach einer erfolgreichen Installationsrunde in FP2 wurde der C29 für das Qualifying vorbereitet. Noch in der Boxengasse platzte eine Hydraulik-Leitung und die Hoffnung schmilzte im wahrsten Sinne des Wortes dahin. Nach kurzer Teamberatung entschied man sich, den Sauber F1 nicht weiter einzusetzen, um eventuell grössere Schäden zu vermeiden. Der Rekordversuch von Klaas Zwart wurde im Rennen 1 durch einen grossen Ölfleck in der letzten Kurve zunichte gemacht und im Rennen 2 war es dann eine Safety-Car-Phase, die ebenfalls eine freie, schnelle Runde nicht mehr zulies. Michael Grosse-Aschhoff drehte sich gleich nach dem Start in die Leitplanke und musste von der Strecke geborgen werden. Nach dem Restart gab es nochmals einen Versuch von Zwart, er verpasste allerdings die Rekordmarke knapp. Nach dem Rennen wurde er aufgrund eines verbotenen Überholmanövers nachträglich disqualifiziert.

Die MAXX Formula Rennserie, mit ihrer freundlichen, offenen und für jeden zugänglichen Philosophie und nicht zu vergessen, mit ihrem einzigartigen Starterfeld an den leistungsstärksten Formelautos, wird in Zukunft definitiv eine grosse Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Alle Racingfans in Zandvoort konnten die Action aus nächster Nähe mitverfolgen. Der Tross zieht weiter: Vom 5.-7. Juli 2019 gastiert MAXX Formula am Slovakia Ring (SVK) in der Nähe der Hauptstadt Bratislava anlässlich des FIA Truck Grand Prix 2019. Die moderne Rennstrecke veranstaltet zum ersten Mal in ihrer jungen Geschichte ein offizielles Rennen mit den leistungsstärksten Formelautos , die jemals gebaut wurden.

Podium-Resultate Zandvoort in der Übersicht:

Race 1:

Prestige Class

1. Klaas Zwart

Advance Class

1. Christopher Brenier
2. Veronika Cicha
3. Anton Werner

Masters Class

1. Karlheinz Becker
2. Michael Grosse-Aschhoff
3. Felix Grosse-Aschhoff

Race 2:

Advance Class

1. Christopher Brenier
2. Veronika Cicha
3. Bianca Steiner

Masters Class

1. Felix Grosse-Aschhoff
2. Karlheinz Becker