Klaas Zwart kehrt zurück in die MAXX Formula-Serie mit einem Doppelsieg auf heimischem Boden!

On 9. August 2022
“Jack`s Racing Day”, einer der grössten Motorsport-Events in Europa für attraktive Rennserien, lockte wieder einmal mehr als 60.000 Racing-Fans an! Die berühmte «Cathedral of Speed», der TT Circuit in Assen, war Schauplatz des MAXX Formula GP Netherlands und sorgte für eine perfekte Plattform unter fantastischen Wetterbedingungen. Zum ersten Mal in der Geschichte einer Big Open Single Seater-Serie, konnten 3 postmoderne Formel 1-Boliden (von 2004 bis 2013) live und im Renntrim bewundert werden. Klaas Zwart mit seinem Jaguar R5 V10 (2004), Peter Göllner mit dem Sauber C29 (2010) und Wolfgang Jaksch mit dem Toro Rosso STR 8 (2013) zogen das Interesse aller anwesenden Racing-Fans auf sich.

Während einer 30-minütigen freien Trainings-Session konnten sich die Fahrer mit ihren Autos an die Bedingungen gewöhnen, um das perfekte Setup für das anstehende Qualifying heraus zu finden. Das Q1 startete mit einer grossen Enttäuschung für die holländischen Fans: Klaas Zwart war nicht in der Lage, teilzunehmen, sein Jaguar R5 konnte nicht gestartet werden und musste in der Box verbleiben.

Die Schlacht um die Pole Position entschied sich zwischen Christopher Brenier mit seinem Superleague Formula V12, Peter Göllner, Sauber F1 C29 und Wolfgang Jaksch, Toro Rosso STR8. Wolfgang Jaksch setzte die erste Duftnote mit einer 1:29.568, welche jedoch schnell von Christopher Brenier um 2 Zehntel unterboten wurde. Peter Göllner`s Bestzeit im Quali wurde mit 1:29.219 registriert, was ihm im Endklassement die Position 3 auf dem Starting Grid für das Rennen 1 bescherte. Zwischenzeitlich wurde Brenier immer schneller und setzte eine neue Bestmarke mit 1:28.040. Wolfgang Jaksch, der bereits an die Box kam, fuhr nochmals auf die Strecke und schaffte in seiner letzten schnellen Runde eine 1.27.644, damit holte er sich die Pole mit einem Vorsprung von 0.688 auf Christopher Brenier. Hinter dem Trio platzierte sich Gilles Brenier mit seinem SuperLeague V12 auf P4, er verpasste die beste Zeit von Peter Göllner nur um knappe 2 Zehntel. Hans Laub, der erfahrene deutsche Pilot, zeigte wieder einmal eine sehr gute Leistung auf einer seiner Lieblingsstrecken und verbuchte die fünftbeste Rundenzeit. Newcomer Patrick Harmuth (GP2 2008), der noch nie zuvor in Assen angetreten war, gewöhnte sich sehr schnell an den Track und erzielte P6 mit einer Zeit von 1:33.555, gefolgt vom zweiten Newcomer Philipp Todtenhaupt. Der Deutsche, der in der MAXX Formula in diesem Jahr zum ersten Mal fährt, verbesserte sich von Runde zu Runde und positionierte seinen Dallara auf P7. Der Schnellste der Masters-Klasse kam aus Belgien. Frank Thomas hatte mit seinem “Dallara World Series by Renault” vom Start weg eine sehr gute Pace und platzierte sich mit nur 7/10tel Rückstand auf P8. P9 ging an den bayerischen IndyCar-Piloten Anton Werner, gefolgt vom Renn-Methusalem Karl-Heinz Becker, der trotz seines hohen Alters immer noch erstaunliche Rundenzeiten in den Asphalt brennt.

MAXX-Rennen 1 des Wochenendes begann mit einem Paukenschlag. Polesetter Wolfgang Jaksch konnte das Rennen nicht aufnehmen, das Hydraulik-System an seinem Toro Rosso wurde während der letzten Cool-Down-Runde am Ende des Qualifyings derart beschädigt, dass eine Reparatur bis zum Rennbeginn nicht möglich war. Klaas Zwart hingegen konnte seinen Jaguar R5 wieder flott machen und er «donnerte» mit seinem V10 aus der Boxengasse in Richtung Startaufstellung. Es war dem Grunde nach klar, dass, wenn der F1 des Holländers rund läuft, ihm der Rennsieg sicherlich nicht zu nehmen sein wird. Nach einem sauberen Start übernahm Zwart sofort die Führung und er zeigte dem begeisterten Publikum auf den gefüllten Rängen eine One-Man -Show vom Feinsten mit aussergewöhnlichen Rundenzeiten. Am Ende erzielte der fliegende Holländer einen Start-Ziel-Sieg und liess die Herzen der niederländischen Fans höherschlagen! Hinter dem Jaguar F1 V10 entwickelte sich ein erbitterter Zweikampf zwischen Christopher Brenier und Peter Göllner. Der Schalgabtausch gipfelte in einer Attacke von Göllner, bei der sich beide Fahrzeuge berührten und Christopher Brenier wenig später mit einem Plattfuss in die Box rollte. Der Vorfall wurde bei der Rennleitung notiert, analysiert und nach dem Rennen als normaler Rennunfall ohne Strafe klassifiziert. Der Weg war nun frei für den Sauber-Piloten und er holte sich ohne weitere Probleme den 2. Gesamtrang des Rennens. Die Familienehre der Breniers konnte durch Vater Gilles Brenier wenigstens wieder hergestellt werden. Sein Superleague V12 lief wie ein Uhrwerk und er positionierte sich letztendlich auf dem Podium mit mehr als 30 Sekunden Vorsprung auf Hans Laub, der sich mit seinem Resultat auch den 2. Platz in der Advance-Klasse sicherte und wieder einmal einen Pokal aus Assen mit nach Hause nahm. Patrick Harmuth bestätigte seinen grossartigen Eindruck aus dem freien Training und der Quali und verdiente sich mit P5 im Gesamtklassement zusätzlich noch ein Podium (P3) in der Advance-Klasse. Anton Werner mit seinem IndyCar hat wieder einmal gezeigt, dass er immer in der Lage ist, im Rennen zuzulegen. Entgegen der langsameren Zeiten in der Qualifikation, überholte er sowohl Frank Thomas als auch Philipp Todtenhaupt (dieser hatte zum Rennende hin technische Probleme) und er beendete das Rennen als Sechster, gefolgt von Frank Thomas, Karl-Heinz Becker und dem bereits erwähnten Philipp Todtenhaupt.

Quali2 am Sonntag Vormittag entwickelte sich letztendlich zu einem Showdown für die klassischen Formel 1-Fans. Alle F1-Fahrzeuge gingen auf die Strecke und erzeugten eine gewaltige Stimmung unter den tausenden Racing-Fans auf den Rängen. Klaas Zwart fuhr definitiv in seiner eigenen Liga mit seinem Jaguar R5 V10 und die Pole für ihn war dem Grunde nach schon vorher vergeben. Überraschenderweise war es Christopher Brenier, der von allen Anderen noch am meisten Zeit gutmachen konnte und sich den zweiten Startplatz für das Hauptrennen mit einer 1:27.174 sicherte. Dahinter gewann Peter Göllner den Klassenkampf gegen Wolfgang Jaksch und setzte sich mit einem knappen Vorsprung von 4/10tel an P3, gefolgt vom deutschen F Xtreme-Piloten. Gilles Brenier sicherte sich P5, gefolgt von Patrick Harmuth, Hans Laub, Philipp Todtenhaupt, Anton Werner, Frank Thomas und Karl-Heinz Becker.

Unter blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein startete das Hauptrennen der MAXX Formula am Sonntag Nachmittag vor über 60.000 enthusiastischen und gespannten Zuschauern. Nach einem sauberen rollenden Start führte Klaas Zwart das Feld durch die erste Kurve, gefolgt von C. Brenier, W. Jaksch, P. Harmuth, P. Göllner und dem Rest des Feldes. Während der ersten drei Runden versuchte Wolfgang Jaksch am Heck des Franzosen Brenier dran zu bleiben, konnte aber am Anfang des Rennens der Rennpace des Superleague V12 nicht folgen und musste abreissen lassen. Während Klaas Zwart auf der Jagd nach dem offiziellen Streckenrekord war (er verpasste diesen letztendlich nur um 3/10tel), zog Christopher Brenier davon und es sah so aus, als ob sich ein Zweikampf zwischen Wolfgang Jaksch und Peter Göllner entwickelte. Der Schweizer Sauber C29-Pilot rückte dem Deutschen immer mehr auf die Pelle und war Mitte des Rennens urplötzlich am Heck des Toro Rosso STR8. Jeder rechnete nun mit einem Angriff von Göllner, doch Wolfgang Jaksch konnte sich noch einmal sammeln und vergrösserte seinen Vorsprung wieder mit der zweitschnellsten Rundenzeit des Rennens. Der Zweikampf wurde letztendlich durch einige Überrundungsmanöver langsamerer Autos zu Gunsten von Wolfgang Jaksch entschieden, der im Ziel einen hauchdünnen Vorsprung von 0.8 Sekunden verzeichnete und sich somit auch das Podium redlich verdiente. Gilles Brenier, der im Hauptrennen aus der Boxengasse starten musste, pflügte durchs Feld und belegte Platz 6, er wurde nur von Patrick Harmuth geschlagen, der sein erfolgreiches Wochenende mit einem weiteren Podium, P2 in seiner Klasse, krönen durfte. Anton Werner erzielte einen 7. Platz, hinter ihm klassierten sich Philipp Todtenhaupt, Frank Thomas und Karl-Heinz Becker, der seinen Formula Nissan in der letzten Runde in Kurve 10 verlor, jedoch trotzdem im Klassement gewertet wurde.

Resultate in der Übersicht:

Overall:

  1. Klaas Zwart
  2. Christopher Brenier
  3. Wolfgang Jaksch
  4. Peter Göllner
  5. Patrick Harmuth
  6. Gilles Brenier
  7. Anton Werner
  8. Philipp Todtenhaupt
  9. Frank Thomas
  10. Karl-Heinz Becker

DNF Hans Laub (technical failure during the race)

Prestige Class (Formula 1 classification)

  1. Klaas Zwart (NED)
  2. Wolfgang Jaksch (GER)
  3. Peter Göllner (SUI)

Advance Class (GP2, SuperLeague Formula, Indy Car)

  1. Christopher Brenier (FRA)
  2. Patrick Harmuth (FRA)
  3. Gilles Brenier (FRA)

Masters Class

  1. Frank Thomas (BEL)
  2. Karl-Heinz Becker (GER)

 

Nächstes MAXX Formula Race Event:

MAXX Formula GP Belgium, Spa-Francorchamps, zusammen mit DTM, 9.-11. September 2022!

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