Ein fantastisches MAXX Formula Rennwochenende auf dem Weg zurück zur Normalität!

On 10. August 2021

45000 Rennsportfans erlebten ein spannendes und sicheres Rennwochenende

Einer der grössten Rennsportevents in Europa, der Jack`s Racing Day (vormals Gamma Racing Days) setzte ein hoffnungsvolles Zeichen, auf welche Art und Weise grosse Motorsport-Events im Zeitalter der immer noch existierenden Corona-Pandemie professionell organisiert werden können. Alle teilnehmenden Teams sowie die ca. 45.000 Rennsportfans konnten ein aufregendes, spannendes und zugleich sicheres Veranstaltungswochenende in einer hervorragend kontrollierten Umgebung im Hinblick auf die Covid-Testmaßnahmen genießen.

Der MAXX Formula GP Netherlands wurde von insgesamt 12 Fahrern in allen 3 Klassen in Angriff genommen. Leider konnten einige Fixstarter den Weg nach Assen nicht antreten, einerseits wegen defekter Rennautos, die nicht rechtzeitig fahrbereit waren und auch wegen persönlichen Vorbehalten aufgrund der anhaltenden Reiserestriktionen. Die gute Nachricht vorab: Alle Sessions während des gesamten Wochenendes liefen ohne Unfälle und Safety Car-Phasen ab.

Aufgrund der vorliegenden Resultate des MAXX Formula GP France, Paul Ricard, konnte man ein enges Rennen um den Gesamtsieg zwischen Christopher Brenier (FRA) und Wolfgang Jaksch (GER) erwarten. Beide lieferten sich bereits in Südfrankreich ein sehr enges Rennen. Das erste freie Training wurde dominiert von Klaas Zwart, der nach einem Jahr Auszeit seinen Jaguar F1-Boliden wieder zurück auf die Rennstrecke brachte. P2 ging an Wolfgang Jaksch. Die Advance-Klasse wurde angeführt von Martin Kindler (SUI), gefolgt von seinem Landsmann Christian Eicke auf P4. P5 sicherte sich Hans Laub (GER), der MAXX Formula-Neuling Frank Thomas mit seinem Dallara World Series by Renault zeigte auf Anhieb eine tolle Leistung mit P6 und Stephan Glaser sicherte sich die zweitbeste Zeit in der Masters-Klasse auf Rang 7. P8 ging an Veronika Jaksch (CZE), die nach ihrer Formel 1-Premiere von Paul Ricard mit dem neu aufgebauten Toro Rosso STR8 wieder auf ihren GP2 umgestiegen war. Das Auto muss noch gewartet werden, bevor es wieder einsatzbereit ist. Das Feld wurde komplettiert von Peter Göllner (SUI) und Karl-Heinz Becker (GER). Die beiden SuperLeague Formula V12 des Easy Formula Racing Teams waren ebenfalls auf der Strecke, aufgrund eines Transponder-Fehlers wurden allerdings keine Zeiten aufgezeichnet.

Im 2. Freien Training gingen alle Boliden vollständig auf die Strecke und es war wiederum der fliegende Holländer, Klaas Zwart, der an Ende die Bestzeit herausfuhr, gefolgt von Christopher Brenier und Wolfgang Jaksch. Gilles Brenier (FRA) wurde 4. und Hans Laub verbesserte sich gegenüber der Morgen-Session auf Platz 5. P6 ging an Peter Göllner (SUI), der ebenfalls eine erhebliche Verbesserung seiner Rundenzeiten gegenüber FP1 verzeichnen konnte. Stephan Glaser platzierte sich wiederum im Mittelfeld und fuhr gleichzeitig die schnellste Rundenzeit in der Masters-Klasse. Vor ihm platzierte sich noch der Schweizer Christian Eicke. Zweiter der Masters-Klasse war Frank Thomas auf P9, Martin Kindler konnte seine FP1-Zeit nicht verbessern, er kämpfte in FP2 mit Elektronikproblemen. Der älteste Teilnehmer Karl-Heinz Becker fand noch nicht den richtigen Rhythmus und landete auf P11. Das Feld wurde komplettiert von Veronika Jaksch, die offensichtlich erhebliche Probleme mit ihren Bremsen hatte.

Die Karten waren somit auf dem Tisch für das anstehende Qualifying am späten Nachmittag und die Fans wurden Zeuge eines sehr spannenden und engen Kampfes um die Pole zwischen Christopher Brenier und Wolfgang Jaksch. Zunächst übernahm der Franzose im ersten Stint die Führung, jedoch konterte der deutsche Wolfgang Jaksch sofort und sicherte sich vorübergehend P1. Im zweiten Stint war es wiederum Brenier, der nochmals die Polezeit um 4/10 verbesserte. . Es lag nun wiederum an dem deutschen Piloten mit dem Super Aguri SA 06, das Blatt nochmals zu wenden. Nach einer schnellsten Zwischenzeit im ersten Sektor stoppte Jaksch das Auto abrupt auf der Strecke. Dicker, weisser Rauch aus dem linken Auspuff kündigte das Desaster an, der V10-Motor verabschiedete sich ohne Vorahnung und somit war auch das Rennwochenende für den Mitfavoriten auf dramatische Art und Weise Geschichte. Weil auch Klaas Zwart nicht am Qualifying teilnahm, sicherte sich Christopher Brenier schlussendlich die beste Position für die beiden anstehenden Rennen. Hans Laub blieb seiner Tendenz treu und verbesserte wiederum seine Rundenzeit, was ihm letztendlich wohlverdient den 3. Startplatz einbrachte. P4 ging an Gilles Brenier (FRA) gefolgt von Martin Kindler, der sein Auto wieder zeitgerecht flott bekam. Die beiden Eidgenossen Peter Göllner und Christian Eicke folgten auf den Plätzen 6 und 7, 8. wurde Stephan Glaser. Veronika Jaksch verbesserte sich gegenüber den freien Trainings auf P9. P10 und P11 gingen an Frank Thomas und Karl-Heinz Becker.

 

MAXX Formula GP Netherlands – Die Rennberichte

Wir nehmen es gleich vorweg, es war der Local Hero Klaas Zwart, der seinem Heimpublikum eine tolle und fehlerfreie Show in Rennen 1 mit seinem V10 Jaguar F1 geboten hatte. Ohne Konkurrenz erzielte er einen verdienten und unangefochtenen Start-Ziel-Sieg. Christopher Brenier gewann erwartungsgemäss die Advance-Klasse. Ein starkes Rennen lieferte Martin Kindler, der nach P5 im Quali nochmals Boden gut machen konnte und sich mit seinem einwandfrei funktionierenden Formel 2-Renner den dritten Platz holte. Hans Laub beendete das Rennen auf Platz 4, obwohl er zum Schluss des Rennens direkt hinter Kindler war, konnte er keine Möglichkeit finden, an dem Schweizer noch vorbei zu gehen. 5. wurde der zweite SuperLeague Formula-Pilot Gilles Brenier, dahinter folgten Christian Eicke P6, Veronika Jaksch P7, Frank Thomas P8, Stephan Glaser P9 und Karl Heinz Becker P10. Peter Göllner musste seinen GP2 nach der ersten Runde abstellen und wurde nicht gewertet.

Das zweite Rennen begann mit einem technischen Problem bei Klaas Zwart während der Outlap zum Starting Grid. Er fuhr direkt in die Box zurück. Somit sah alles nach einem voraussichtlichen Sieg für Christopher Brenier aus, was sich dann auch genau so bewahrheitete. Der erklärte Favorit für die MAXX Formula Championship 2021 wurde seinen Anforderungen mehr als gerecht und erzielte einen klaren und zweifellosen Start-Ziel-Sieg im 2. Rennen. P2 wurde sprichwörtlich «festgenagelt» vom Deutschen Hans Laub, der sich während der ersten Hälfte des Rennens einen tollen Kampf mit Martin Kindler lieferte. Dieser konnte zwar seine Position anfangs verteidigen, musste jedoch später im Rennen dem Druck nachgeben. Gilles Brenier konnte ebenfalls noch an Kindler vorbeiziehen und sicherte sich hinter Laub P4. P6 ging an Peter Göllner, der ein erfolgreiches Comeback zeigte, nachdem er seinen Boliden im ersten Rennen frühzeitig abstellen musste. Stephan Glaser gewann die Masters Klassen-Wertung mit P7, Veronika Jaksch beendete das 2. Rennen auf einem sehr guten 8. Platz und die beiden anderen Masters Klassen-Piloten Karl-Heinz Becker und Frank Thomas beendeten das Rennen jeweils auf P9 und P10. Unglücklicherweise konnte der Schweizer Christian Eicke das Rennen nach einem irreparablen Auspuffdefekt nicht aufnehmen. Am Ende sei noch erwähnt, dass Klaas Zart trotz seiner Probleme auf der Outlap das Rennen mit 2 Runden Verspätung noch aus der Box heraus in Angriff nahm.Er zeigte vor seinem Heimpublikum auch in Race 2 eine unglaubliche Performance und pflügte sprichwörtlich durchs Feld. Am Ende reichte es noch für Platz 5.

Fotos: Maxx Formula Assen 2021

Die detaillierten Ergebnisse können hier heruntergeladen werden:

MAXX Formula – Free Practice 1
MAXX Formula – Free Practice 2
MAXX Formula – Qualifying
MAXX Formula – Race 1
MAXX Formula – Race 2

Das Comeback des Regengotts!

Das Comeback des Regengotts!

Wie bereits vor dem Rennwochenende vorausgesagt, änderten sich die Wetterverhältnisse am Sonntag drastisch und strömender Regen sorgte pünktlich zum Rennstart für widrige und schwierige Verhältnisse. Ein Wet Race wurde vom Renndirektor ausgerufen und es waren nur noch...