Christopher Brenier holt sich den Doppelsieg beim «MAXX GP France» Saisonauftakt!

Christopher Brenier
On 15. Juni 2021

Das erste Rennwochenende der MAXX Formula war geprägt von 2 extrem spannenden und packenden Rennen mit zahlreichen Positionskämpfen. Rennen 1 stand eindeutig im Zeichen des Rad-an-Rad-Duells zwischen dem Polesetter Christopher Brenier und seinem direkten Kontrahenden auf Startposition 2, Wolfgang Jaksch. Jaksch erwischte den etwas besseren Start und führte das gesamte Feld durch die erste Kurve an. Doch bereits in Kurve 5 leistete sich der Fahrer des F Xtreme Racing Teams einen Verbremser und wurde kurzerhand von Brenier überholt. In der ersten Phase des Rennens konnte sich Brenier etwas absetzen, der Abstand betrug jedoch nie mehr als 2 Sekunden. Der F1 Super Aguri-Pilot erhöhte bereits nach kurzer Zeit den Druck und von Runde 4 an versuchte Jaksch immer wieder, eine Attacke zu setzen, um die Führung zu übernehmen. Der junge Franzose machte allerdings keinen Fehler und so setzte sich die Verfolgung bis zur Runde 9 fort, als Jaksch plötzlich auf der Mistral-Gerade zurückfiel. Ein temporärer Elektronikfehler sorgte für einen Leistungsverlust und Jaksch musste nicht nur den führenden Brenier ziehen lassen, er verlor zudem seinen sicher geglaubten Podiumsplatz an die beiden Verfolger Dider Sirgue im Williams FW 33 sowie an den Monegassen Nicolas Matile. Als 5. sah David Moretti die schwarz-weisse Zielflagge, gefolgt von Martin Kindler, der seine guten Ergebnisse aus den freien Trainings und dem Qualifying eindrucksvoll bestätigte. P7 schnappte sich Gilles Brenier in seinem SuperLeague Formula V12, dahinter platzierte sich Hans Laub, der nach längerer Rennabstinenz sofort wieder wettbewerbsfähig war. Der Schweizer Peter Göllner hatte endlich auch seinen Rennspeed wiedergefunden und beendete das Rennen auf P9. Der Bayer Anton Werner mit seinem wunderschönen Original-IndyCar sah die Zielflagge als 10. Die einzige Frau im gesamten Fahrerfeld, Veronika Jaksch, beendete ihr allererstes Rennen mit einem Formel 1, Toro Rosso STR8, als 11. Anfangs versuchte sie mehrmals, Anton Werner anzugreifen, besann sich jedoch im Laufe des Rennens primär darauf, die gesamte Renndistanz sicher durchzukommen, zumal eine Menge Daten für die Weiterentwicklung ihres F1-Boliden gesammelt werden konnten, vorwiegend mit dem Ziel, die Zuverlässigkeit im Renntrim zu optimieren. Hinter der Tschechin landete Stefan Glaser auf P12 und sicherte sich zugleich das Silberpodium in der MAXX Formula Master-Klasse. Der Senior der Serie, Karl-Heinz Becker komplettierte das Klassement mit dem 13. Platz. Er hatte leider in dieser Saison noch nicht die Gelegenheit, seinen Formel Nissan WS im Vorfeld des Rennwochenendes zu testen. Eine kurze, einründige Safety-Car-Phase während des Rennens wurde durch einen Dreher des Schweizers Christian Eicke verursacht. Er konnte leider seinen Dallara GP2 nicht wieder auf die Strecke zurückbringen und schied enttäuscht aus.

Rennen 2 am Sonntag begann mit einer Hiobsbotschaft für das F Xtreme Racing Teams: Der F1 Super Aguri SA 06 von Wolfgang Jaksch zeigte im Rahmen des Motor-Warm-ups vor dem Rennen einen Getriebe-Sensorfehler und unglücklicherweise reichte die Zeit bis zum Rennstart nicht mehr aus, um das defekte Teil zu ersetzen, zumal hierzu das gesamte Getriebe hätte demontiert werden müssen – letztendlich keine Möglichkeit für eine Revanche mit Christopher Brenier im 2. Rennen. Zu allem Übel fand der zuständige Ingenieur beim STR8 von Veronika Jaksch auch noch ein Hydraulikproblem und nach reiflichem Überlegen entschied man aus Sicherheitsgründen, das Fahrzeug nicht für das Rennen einzusetzen. Dieser Umstand machte den Weg frei für einen neuen Zweikampf zwischen Christopher Brenier und Didier Sirgue im 2. Rennen – und so kam es dann auch: Das gesamte Rennen schenkten sich beide Piloten nichts und der Abstand nivellierte sich im Bereich von 8/10 bis max. 1 Sekunde! Am Ende war es dann aber doch wieder der junge Franzose Brenier, der sich durchsetzte und mit einem sauberen und letztendlich souveränen Doppelsieg auf heimatlichem Boden das Wochenende für sich und sein Team krönte. Während der ersten Rennrunden wurde das Verfolgerfeld angeführt von Martin Kindler, bis plötzlich Nicolas Matile auf der Start-Zielgeraden als 3. auftauchte und diese Position auch bis zum Rennende nicht mehr hergab. Kindler verlor sogar noch 2 weitere Positionen an David Moretti (P4) sowie an Gilles Brenier (P5). Hinter dem Schweizer belegte der deutsche Rückkehrer Hans Laub einen hervorragenden siebten Platz, er verbesserte sich somit sogar um eine Position gegenüber dem Samstagsrennen. Ein weiterer spannender Kampf entwickelte sich zwischen den beiden Speed Center-Piloten Christian Eicke und Peter Göllner. Peter Göllner verteidigte bis zum Schluss seinen 8. Platz und verwies Eicke auf P9. Dieser war jedoch sicherlich glücklich, das Sonntagsrennen im Klassement zu beenden, nachdem er einen Tag davor noch mit einem Dreher ausfiel. 10. wurde Stefan Glaser, der sich damit ein weiteres Podium in der Master-Klasse verdiente, gefolgt von Anton Werner und Karl-Heinz Becker.

Alle Ergebnisse des Rennwochenendes können hier heruntergeladen werden

Alles in allem sahen tausende Fans in Le Castellet spektakuläres Racing, gespickt mit tollen Positionskämpfen und Gott sei Dank auch ein unfallfreies Rennwochenende. Die Motoren der MAXX Formula brüllen bereits wieder Anfang August, das Ganze im Rahmen der «Jack`s Racing Days», dem grössten Motorsportfestival Europas in Assen/Holland. Ungeachtet der immer noch anhaltenden Restriktionen wegen COVID, wurden bis dato bereits 11000 Fan-Tickets freigegeben und sowohl der Veranstalter als auch die Verantwortlichen der MAXX Formula hoffen, dass bis Eventbeginn noch wesentlich mehr Karten erhältlich sein werden.

Wir sehen uns in Assen und bis dahin verweisen wir gerne auf unsere Social-Media-Kanäle:

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Christopher Brenier sichert sich Pole in Paul Ricard

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Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen auf der Paul Ricard Rennstrecke/FRA traten alle 14 Piloten der MAXX Formula geschlossen zum Qualifying an. Wie bereits erwartet, konnten alle Fahrer ihre Zeiten vom freien Training des Vortags erheblich...